Pflegetipp im Mai

Outdoors:

Der Fächerahorn mit der korkigen, ausdrucksstarken Rinde ist der Acer palmatum “Arakawa“, eine Sorte, die nicht nur sehr wüchsig ist, sondern auch eine großartige Herbstfärbung anlegen kann.

Der Mai ist eben der Mai: Aufbruch für Alle: Bäume, Stauden, Rasen, leider auch:

Schädlinge im Sommer: eine kleine Auswahl

Auf Ahornen und Kastanien trifft man die Ahorneule, die auch zum Kahlfraß führen können. Achtung, bei Berührung dieser pelzigen, gelbgrünen Tiere kann es bei einigen Menschen zu allergischen Reaktionen kommen. Jetzt sind sie allerdings noch ganz klein.

Auch Läuse treiben jetzt ihr Unwesen. Leider können sie richtig Schaden anrichten. Solange sie klein sind, kann man sich das Insektizid sparen, wenn man „dran bleibt“. Spruzit von Neudorff hilft in den meisten Fällen, aber bitte nicht aufschieben, wenn schon Schäden zu erkennen sind.

Leider gibt es auch einige pilzliche Krankheiten, die dauerhafte Schäden anrichten können. Bei Ahornen und Eichen kommt gerne Mehltau, der als fleckiger, weißer, mehlartiger Belag nicht zu verkennen ist. Besonders der Feldahorn wird gern befallen. Aber auch beim Acer palmatum „Deshojo“ habe ich zum Teil deutlichen Befall festgestellt. Zunächst mal zur Vorbeugung hilft ein luftiger Standort. Außerdem ist es gut, die Bäume nicht abends zu besprühen, sondern nur morgens, so dass sie abgetrocknet in die Nacht gehen. Sollte es doch zu einem Befall gekommen sein, gibt es Mittel dagegen im Fachhandel, wie zum Beispiel Saprol.

Sollten sich an einigen Blättern bei Ahorn, Eiche und auch Linde Knötchen entwickeln, können dies Gallen sein. Sie werden von Gallmilben ausgelöst. Leider sind sie hässlich, wenn sie auch meist keinen großen Schaden anrichten, weil sie den Baum nicht erheblich schädigen. Blätter abschneiden hilft dadurch, dass sich die Eier darin nicht weiter entwickeln und erneuten Befall auslösen.

Achtung auch bei Schnecken, die morgens gern durch die Abzugslöcher der Schalen dort hinein kriechen, um den Tag im Feuchten zu verbringen. Nicht alle fessen dann in der nächsten Nacht irgenwo außerhalb, wenn es doch so nah an der Wohnung schönen leckeren  Bonsai gibt… Auf Schleimspuren achten und dann gezielt suchen. Und einfach mal unter die Schale fassen.

Die Bonsai brauchen jetzt auch schon relativ viel Wasser an den sonnigen Tagen, unter Umständen auch schon zweimal täglich gießen.

Indoors:

Die Indoors können ab 20. Mai nach draußen, wenn die Spätfrostgefahr gebannt ist. Im Moment ist es nachts noch deutlich zu kalt dafür. Sobald diese Gefahr gebannt ist tut ihnen das feuchtere Klima tut druaßen gut, sie entwickeln stabilere und kräftigere Blätter, die dann auch resistenter gegen Schädlinge sind.

Sollte doch einmal ein Schädlingsbefall auftreten: Es gibt systemische Mittel, die auch länger helfen können und von innen wirken, in Form von Granulat und Stäbchen, die in die Töpfe gesteckt werden. Diese Mittel helfen dann ca. sechs Wochen bei Blattläusen. Für die lästigen Spinnmilben muss man sich schon mehr Mühe geben, sie sind gegen viele Mittel leider schon resistent. Ein guter Gartenfachhandel berät Sie gern und sicher.

Otto G.Balder Samen- und Gartenfachgeschäft   Wachtstr.22  28195 Bremen Telefon 0421/ 32 34 47