Pflegetipp im Februar

Outdoors:

Meine Outdoors sind natürlich noch sicher im Winterquartier. Sie sind eingepackt in ein Laubpolster. Auch wenn es jetzt Anfang Februar schon wieder ziemlich mild ist und unser Quitte bereits mit dem Blühen beginnt, kann es ja immer noch eisig werden.

Die empfindlicheren wie Eiben in der Schale, Goldlärchen, eventuell auch Dreispitzahorn und frostempfindliche Acer palmatum-Sorten wie „Seigen“, habe ich bei mir unter dem Balkon mit einer Trennfolie zum Garten hin „eingehaust“, das bringt viele Grade an Wärme. Über das große Winterlager kommt bei eisigen Ostwinden eine Gewächshaus-Doppelfolie, die immer sofort aufgerollt wird, wenn die Sonne scheint, sonst wird´s gleich zu warm. Und bei allzuviel Nässe von oben hilft die Folie auch, denn wenn die Bäume gar nicht abtrocknen können, könnten die Wurzeln schon mal faulen.

Die Azaleen habe ich in das Kalthaus gestellt, bei 5 Grad gefällt es ihnen gut.

Wenn der nächste Kälteeinbruch vorbei ist, kann dann bei den Outdoors ein Austriebsmittel – eben das Winteröl – gespritzt werden. Austriebsspritzmittel aus Weißöl von COMPO und Promanal von Neudorff wirken auf Paraffinölbasis und sollten jetzt gegen überwinternde Schädlinge und Wintereier von Schadinsekten eingesetzt werden. Das verhindert oder vermindert zumindest einen Befall von saugenden Insekten beim Austrieb. Die Mittel aber bitte möglichst früh am Tag ausbringen, damit die Bäume vor Einbruch der Nacht abtrocknen können. Wiederholen Sie die Behandlung am besten mehrmals im Abstand von einigen Tagen, das bringt schon einiges an Schutz. Ich lasse diese Behandlung auch den Pflanzen im Kalthaus angedeihen, es muss dafür aber so warm sein, dass ich sie rausholen und draußen behandeln kann, im Gewächshaus will ich die ölige Emulsion nicht verteilen.

Viele Bäume können jetzt schon geschnitten werden: Ahorne, Lärchen, Koreanische Hainbuchen, einheimische Hainbuchen usw. Mit Eichen und den anderen Spätaustreibern kann man noch warten, da immer die GEfahr besteht, dass ein später Frost noch kommt. Das wäre nicht so gut für die geschnittenen Bäume, daher ein bißchen aufpassen und gegebenfalls schützen,

Indoors:

Die Indoors sind wie immer im Winter unsere Sorgenkinder. Eigentlich bekommen sie zu wenig Licht und es ist in den Wohnzimmern zu trocken, als dass sie sich wohlfühlen können. Übersprühen hilft ihnen schon etwas. Besser ist ein kiesgefülltes Tablett, auf dem sie so aufgestellt werden können, dass ihre Füße nicht im Wasser stehen. Das erhöht die Luftfeuchtigkeit ringsum und tut ihnen gut. Dennoch muss dauernd nach Schädlingen gespäht werden. Sollte ein Schädlingsbefall auftreten:

Es gibt systemische Mittel, die auch länger helfen können und von innen wirken, in Form von Granulat und Stäbchen, die in die Töpfe gesteckt werden. Diese Mittel helfen dann ca. sechs Wochen bei Blattläusen. Für die lästigen Spinnmilben muss man sich schon mehr Mühe geben, sie sind gegen viele Mittel leider schon resistent. Ganz gut hilft Spruzit oder Neudosan neu Blattlausfrei von Neudorff. Spruzit gibt es auch anwendungsfertig zum Sprühen. Ein guter Gartenfachhandel berät Sie gern und sicher.

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